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Termine

05.03.2012 (Montag)

Wiederbeginn des Unterrichts

Die Unterricht findet wieder nach Stundenplan statt.

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19.03.2012 (Montag)

Skilager Loog

Die Klassen des Schulhauses Loog gehen ins Skilager.

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31.03.2012 (Samstag)

Osterferien

Die Schülerinnen und Schüler haben zwei Wochen Osterferien.

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Sekundarschule Münchenstein > Home > Schulgeschichte

Schulgeschichte

Gleichzeitig mit der Einführung der ganztägigen Primaroberschule eröffnete Münchenstein 1912, als eine der letzten Gemeinden des Bezirks Arlesheim, eine erste Klasse der neuen Sekundarschule. Diese fand so sehr Zulauf, dass bereits nach einem Jahr eine zweite und 1915 die dritte Sekundarlehrerstelle geschaffen werden mussten. Fehlende Lehrmittel, Aktivdienst und Wechsel der Lehrkräfte, Raummangel durch zu grosse Klassen und Truppeneinquartierungen liessen jedoch während der ersten (Kriegs-) Jahre kaum einen geregelten Unterricht zu. Und kaum war die Münchensteiner Sekundarschule qualitativ ins Gleichgewicht gebracht, stagnierte sie quantitativ:

 Erst Ende der vierziger Jahre, als nach über dreissig Jahren die Schülerzahl erstmals wieder anstieg und sich bereits der Bau des neuen Schulhauses Lärchenstrasse ankündigte, wurde ein vierter Sekundarlehrer gewählt. Da wirkte sich zudem schon die Oberstufenreform des neuen Schulgesetzes vom 13. Juni 1946 aus. Dieses Gesetz gliederte u.a. die Schulstufen und -kreise neu, beauftragte diese mit neuformulierten Bildungszielen und benannte sie auch um, was noch heute zu einiger Begriffsverwirrung führt:

  • Die Primarschul-Oberstufe hiess nun, wie bereits erwähnt, für die nächsten 33 Jahre «Sekundarschule».
  • Die ehemalige Sekundarschule, bis anhin höhere Stufe der 7. und 8. obligatorischen Klasse, wurde gemäss baselstädtischem Muster zur «Realschule» und schloss nun wie diese an die 5. Primarklasse an. Die Bezirksschulstufe wurde, als Progymnasiale Abteilung, in diese neue Realschule integriert.
  • Die einstigen Bezirksschulen, von 1836 bis 1946 Vorbereitungsstufe für ausserkantonale Mittelschulen sowie gewerblich-technische Fachausbildungen, wurden aufgehoben. Münchenstein wurde aus dem Bezirksschulkreis Therwil entlassen und bildete von nun an (wie Aesch, Allschwil, Arlesheim, Binningen, Reinach und Therwil) einen eigenen Realschulkreis. Damit waren sämtliche Stufen innerhalb der Schulpflicht der kommunalen «Primar- und Sekundarschulpflege» unterstellt, bei gleichzeitig verstärkter Beteiligung des Kantons an den wachsenden Schulausgaben. Fachliches Aufsichtsorgan über Schulen und Lehrer blieb aber das kantonale Schulinspektorat.

Erstmals wurde 1946 die Gleichstellung der Geschlechter nicht nur bloss erlaubt, sondern gesetzlich vorgeschrieben. Die Verwirklichung der Koedukation in allen Fächern, auch in textiler Handarbeit, liess allerdings bis in die achtziger Jahre auf sich warten.

Die Einteilung der Bezirksschulkreise war 1836 so vorgenommen worden, dass jeder Landschäftler die nächste Bezirksschule binnen anderthalb Stunden Fussmarsch erreichen konnte. Für die meisten Münchensteiner führte demnach ein gutes Jahrhundert lang der offizielle Weg zur Hochschule über Therwil. Entsprechend gering war der Anteil der Münchensteiner Schüler in der Therwiler Bezirksschule. Wenn immer möglich wählten Münchensteiner den kürzeren, obwohl nicht einfacheren Weg, den «in d'Stadt», und suchten Unterschlupf in Stadtbasler Mittelschulen.

 

Explosionsartig wachs die Schule nach 1946 an, bedingt auch durch die verstärkte Aufnahme von Mädchen, durch gestiegene Bildungsanspruche und durch das enorme Wachstum der Ortsbevölkerung insgesamt - Münchenstein gehörte (mit Reinach) in den fünfziger Jahren zu den am stärksten wachsenden Gemeinden der Schweiz. 1952 erfolgte der Spatenstich für das Lärchenschulhaus.

 

Bald schon wurde das Lärchenschulhaus zu klein; der 1961 erfolgte Anbau brachte nur eine kurzfristige Erleichterung. Höhepunkt der Ausdehnung bildete das Jahr 1979: 25 beamtete Lehrkräfte und 15 sog.«Verweser» mit befristeten Jahresverträgen unterrichteten in 25 Klassen insgesamt 570 Schülerinnen und Schüler, die auf verschiedensten Schulräume verteilt worden waren (Lärchenschulhaus; Pavillon Ameisenhölzli; Turnhallentrakt, Pavillons und Feuerwehranbau Loog; Schulhaus Lange Heid).

 

Quantitatives, statistisch und räumlich fassbares Wachstum prägten so jahrzehntelang die Schule mit. Als Schulerinnerung blieb dennoch den meisten das Aussergewöhnliche: besondere Schulstunden und Erlebnisse mit Lehrern und Mitschülern, Kurs- und Projektwochen, Klassen- und Skilager, Konzerte und Aufführungen, Sportanlässe, Exkursionen und Schulreisen ... und doch bedarf jede Schule auch der Ruhe, die den Schulalltag erst ermöglicht. Dieser bleibt massgeblich für Geist und Inhalte der Schule, der in den vergangenen beiden Jahrzehnten ein wahres Wechselbad der Anforderungen zugemutet wurde.

 

Zu entscheidenden Eingriffen führte hierbei die Vorbereitung und die Einführung des neuen Schulgesetzes von 1979. Es brachte viele Veränderungen, als offenkundigste die erneute Umbenennung der Schule; sie wird seither gemäss der Bezeichnung dieser Stufe in den meisten Kantonen wieder «Sekundarschule» genannt. Neben vielem anderem wurde durch das neue Gesetz das neunte Schuljahr obligatorisch erklärt; es brachte eine starke Ausweitung der bisher eher kopflastigen Promotionsfächer an der Allgemeinen Abteilung; es bewirkte zudem die fällige Ausrichtung der Progymnasialen Abteilung auf die Maturitätstypen D, E und M - eine Änderung, die Ende der Achtzigerjahre bereits wieder überholt wurde durch eine tiefgreifende Strukturreform der Baselbieter Progymnasien. Diese beschränkte die typenspezifische Ausrichtung des Unterrichts aufs achte und neunte Schuljahr und entzog der Sekundarschule Münchenstein die Arlesheimer und Dornacher Progymnasiasten, was massgeblich beitrug zur rapiden Schrumpfung der Schule auf bloss noch 13 Klassen mit 281 Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 1991/92.

 

Neue Weisungen, Verordnungen und Gesetze, wechselnde Lehrpläne und -mittel, neue pädagogische, methodische und didaktische An- und Einsichten und wachsende Anforderungen und Wünsche, die an die Schule herangetragen werden, liessen Sekundarschülern und -lehrern nur wenig Ruhe. Zwischenzeitlich rückläufige Schülerzahlen änderten daran nichts. Bisherige Bildungsinhalte sollen erhalten bleiben, und gleichzeitig weiten sich Erziehungsauftrag, Stoffülle und Innovationswünsche beständig aus. Als Beispiele mögen heute «Informatik», «Erweiterte Lernformen» oder `<AIDS- und Drogenprävention», für kommende Jahre «Gemeinsame Sekundarstufe 1», «Immersion» oder «5-Tage-Woche» dienen. Dabei gerät die Sekundarschule zunehmend unter Druck, gerade wenn sie ihre Aufgabe ernst nehmen will, Vorbereitungsschule sowohl für Berufslehren als auch für weiterführende regionale Schulen zu sein.

 

(Aus der 'Münchensteiner Heimatkunde', Verlag des Kt. Basellandschaft, 1995)

 

Mit dem neuen Bildungsgesetz, das 2003 vom Volk verabschiedet wurde sollen die drei Niveaus der Oberstufe - frühe Real, Sekundarschule und Progymnasium - nun Niveau A, E und P zu einer Sekundarschule zusammengeführt werden. In Münchenstein verhindert die dichte Bebauung den Plan der Schule 'unter einem Dach', so bleiben die beiden Standorte Lärchenstrasse und Loogstrasse erhalten. Die Sekundarschule wird ab 2004 von einer gemeinsamen Schulleitung geführt und verwaltet.